Lohnbrand & White Label – Ihre eigene Spirituose aus der Schlitzer Destillerie
Seit 1585 brennen wir Spirituosen in unserer Manufaktur in Schlitz – mit derselben handwerklichen Sorgfalt, die heute auch hinter jeder Lohnbrand-Auftragsproduktion steht. Auf dieser Seite finden Sie als Markeninhaber, Eventveranstalter, Hotelier, Vereinsvorstand oder Privatperson alles zu unserem Lohnbrand-Service: die verfügbaren Brennverfahren, die Mengenanforderungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Ihren persönlichen Ansprechpartner Tobias Wiedelbach.
Ob Sie Ihre eigene Marke aufbauen, eine individuelle Hochzeitsedition planen, einen Vereinsbrand aus den Streuobstwiesen Ihrer Region produzieren lassen oder als Hotel eine Hausmarke führen möchten – wir setzen Ihre Spirituose handwerklich um, in der Qualität einer DLG-prämierten und IFS-zertifizierten Manufaktur. Als Verschlussbrennerei sind wir zollrechtlich für unbegrenzte Produktionsmengen zugelassen, bleiben aber bewusst eine Manufaktur: Chargengrößen, Rohstoffe und Verfahren stimmen wir individuell mit Ihnen ab, statt nach Schema F zu produzieren.
Ihr persönlicher Ansprechpartner
Tobias Wiedelbach
Lohnbrand & Sonderabfüllungen · Schlitzer Destillerie
Tobias Wiedelbach betreut alle Lohnbrand-Projekte und Sonderabfüllungen der Schlitzer Destillerie. Er berät Sie zur Wahl des passenden Brennverfahrens, klärt mit Ihnen die Mengen- und Rohstoffanforderungen, koordiniert die Etikettengestaltung mit unseren gesetzlichen Vorgaben und begleitet Ihr Projekt von der ersten Idee bis zur fertigen Flasche im Karton.
Persönliche Beratung Mo–Fr, 09:00–17:00 Uhr. Anfragen außerhalb dieser Zeiten beantworten wir am nächsten Werktag.
Was wir im Lohnbrand für Sie produzieren
Unter Lohnbrand verstehen wir die Auftragsproduktion einer Spirituose nach Ihren Vorgaben – als White-Label-Produkt für Ihre Marke, als Sonderabfüllung für ein konkretes Anlassprojekt oder als Hausmarke für Ihren Betrieb. Sie liefern entweder den Rohstoff (etwa Obst aus eigenen Streuobstwiesen) oder definieren das gewünschte Produkt, wir kümmern uns um die handwerkliche Umsetzung. Was wir konkret leisten, beschreiben wir in den folgenden Abschnitten.
Verschlussbrennerei mit voller zollrechtlicher Zulassung
Die Schlitzer Destillerie ist eine Verschlussbrennerei – das bedeutet, dass wir zollrechtlich für die Produktion unbegrenzter Mengen Alkohol zugelassen sind. Anders als bei Abfindungsbrennereien, die jährlich nur kleine Mengen herstellen dürfen, gibt es bei uns keine gesetzliche Obergrenze. Wir bleiben dennoch bewusst eine Manufaktur: Eine typische Charge umfasst etwa 750 Liter Fertigware. Das ist groß genug für eine eigene Marke oder eine Vereinsabfüllung, klein genug für die handwerkliche Sorgfalt, die unsere Produkte auszeichnet.
Drei Brennereien unter einem Dach
Über Jahrzehnte haben wir drei separate Brennanlagen aufgebaut, die jeweils auf bestimmte Spirituosenarten spezialisiert sind: die Getreidebrennerei für Whisky, Wodka und Korn, die Obstbrennerei für Edelobstbrände aller Art und unsere „Hexenküche" für die Mazeration und Geist-Destillation von Likören und Spirituosen mit Kräuter- oder Beerenaromen. Welche Anlage für Ihr Projekt eingesetzt wird, hängt von Ihrem gewünschten Produkt ab – Tobias Wiedelbach bespricht das im Erstgespräch mit Ihnen.
Abfüllung, Etikettierung und gesetzliche Konformität
Nach dem Brennen füllen wir Ihre Spirituose in die von Ihnen gewünschten Flaschenformen ab und etikettieren sie auf Wunsch nach Ihrem Design. Dabei stellen wir sicher, dass alle gesetzlichen Pflichtangaben korrekt umgesetzt sind – Alkoholgehalt, Nennvolumen, Spirituosenkategorie nach EU-Verordnung 2019/787, Allergenkennzeichnung, Loskennzeichnung und Verbraucherinformation. Diese rechtliche Begleitung ist beim Lohnbrand entscheidend: Eine Spirituose, die formal nicht korrekt deklariert ist, darf nicht in den Verkehr gebracht werden, egal wie gut sie schmeckt.
Die drei Brennereien im Detail
Welches Brennverfahren für Ihr Projekt das richtige ist, hängt von Ihrem Ausgangsstoff und vom gewünschten Endprodukt ab. Die folgenden Abschnitte beschreiben, was in welcher Brennerei möglich ist.
Getreidebrennerei – Whisky, Wodka, Korn
Als Hersteller von Getreidebränden fertigen wir neben unserem eigenen Stammsortiment auch Whisky, Wodka oder Korn als Lohnbrand für externe Marken. Dafür setzen wir unsere traditionelle Kolonnenbrennerei mit 47 Böden ein – eine Brennanlage, die auch bei mehrfacher Destillation ein sehr mildes und reines Grunddestillat liefert. Aus diesem Grunddestillat entwickeln wir Ihre individuelle Spirituose: einen Wodka mit besonderem Mundgefühl, einen Korn mit klarer Getreidesignatur oder einen jungen Whisky, der anschließend in Eichenfässern reifen kann. Die Fasslagerung für Whisky übernehmen wir auf Wunsch in unserem Lager mit.
Obstbrennerei – Edelobstbrände aus Ihrer Frucht
In unserer 1996 in Betrieb genommenen Obstbrennerei stellen wir aus zahlreichen Früchten hochprozentige Destillate her. Für einen individuellen Lohnbrand aus Ihrem Obst benötigen wir eine Mindestmenge von 400 Kilogramm Rohware – das ist die Untergrenze, ab der eine sortenreine Verarbeitung in unseren Anlagen wirtschaftlich und qualitativ sinnvoll ist. 400 kg Mirabellen, Williams-Christ-Birnen, Quitten, Renekloden oder Vogelkirschen ergeben je nach Frucht und Saftgehalt etwa 30 bis 80 Liter sortenreinen Edelobstbrand. Bringen Sie das Obst mit, wir kümmern uns um Zerkleinerung, Maischeansatz, Gärung und Destillation.
„Hexenküche" – Liköre, Geiste, Kräuterspirituosen
Für Liköre, Geiste und Kräuterspirituosen nutzen wir unsere Spezialabteilung, die wir intern „Hexenküche" nennen. Hier erfolgt die Alkoholweiterverarbeitung über zwei Verfahren: die Mazeration (Auszug von Aromen aus Kräutern, Beeren oder Früchten in Alkohol) und die Geist-Destillation (Destillation der mazerierten Mischung zur Konzentration der Aromen). So entstehen Frucht- und Kräuterliköre, Beerengeiste und individuell rezeptierte Spirituosen mit komplexem Aromaprofil. Wenn Sie eine eigene Likör-Idee haben, ist die Hexenküche der richtige Ort dafür.
Für wen sich der Lohnbrand-Service eignet
Über die Jahre haben wir Lohnbrand-Projekte für die unterschiedlichsten Auftraggeber realisiert. Welche Konstellationen besonders gut zu unserem Setup passen, beschreiben wir hier.
Markeninhaber und Spirituosen-Start-ups
Wenn Sie eine eigene Spirituosenmarke aufbauen möchten, aber keine eigene Brennerei betreiben können oder wollen, ist der Lohnbrand bei einer etablierten Manufaktur der direkte Weg. Sie konzentrieren sich auf Markenaufbau, Vertrieb und Marketing, wir liefern die handwerklich produzierte Spirituose mit gesetzeskonformer Etikettierung. Da wir DLG-prämiert und IFS-zertifiziert sind, übernimmt Ihre Marke automatisch unsere Qualitätsstandards – ein wichtiger Punkt für Vertriebsverhandlungen mit Fachhandel oder LEH.
Hotels, Restaurants und Eventveranstalter
Hotels und Restaurants, die eine Hausmarke führen möchten, sind ein klassischer Lohnbrand-Kunde – etwa für einen hauseigenen Gin, einen Hotel-Brand als Gastgeschenk oder einen Hochzeits-Edelobstbrand für die Eventabteilung. Auch Eventveranstalter und Catering-Unternehmen nutzen unseren Service, um zu konkreten Anlässen individuell etikettierte Sonderabfüllungen anzubieten. Mehr zur Belieferung der Gastronomie finden Sie auf unserer Gastronomie-Seite.
Vereine, Streuobstinitiativen und Privatpersonen
Auch Vereine, Streuobstinitiativen und Privatpersonen mit eigenem Obstgarten können den Lohnbrand-Service nutzen, sofern die Mindestmenge von 400 kg Rohware erreicht wird. Das gelingt vielen Streuobstvereinen über eine Sammelaktion in der Region, bei der mehrere Mitglieder ihre Ernte zusammenwerfen. Ergebnis ist ein eigener Vereinsbrand mit individuellem Etikett – etwa „Mirabellenbrand der Streuobstinitiative XY", der auf Vereinsfesten ausgeschenkt oder an Mitglieder verkauft wird.
Fachhandel mit Eigenmarken-Strategie
Spirituosenfachhändler und Online-Shops, die eine Eigenmarke führen möchten, finden im Lohnbrand eine effiziente Möglichkeit, ihr Sortiment um exklusive Produkte zu erweitern, die kein Wettbewerber führt. Mehr zur Zusammenarbeit mit dem Handel finden Sie auf unserer B2B-Händler-Seite.
Rohstoffe, Mengen und Konditionen
Welche Rohstoffe wir verarbeiten
Wir verarbeiten ausschließlich hochwertige, zertifizierte Rohstoffe. Das gilt sowohl für Rohstoffe, die Sie selbst anliefern (Obst aus eigenem Anbau, Streuobstwiesen oder regionalen Erzeugern) als auch für Zutaten, die wir für Ihr Projekt einkaufen (Getreide, Botanicals für Gin, Kräuter für Liköre). Bei selbst angeliefertem Obst gilt: Es muss frei von Fäulnis, Pestizidrückständen über den gesetzlichen Grenzwerten und Fremdkörpern sein. Eine Bio-Zertifizierung Ihres Endprodukts ist nur möglich, wenn die gesamte Lieferkette zertifiziert ist – wir beraten Sie dazu im Detail.
Mindestmengen
Aus produktionstechnischen und wirtschaftlichen Gründen arbeiten wir mit Mindestmengen. Eine typische Charge umfasst rund 750 Liter Fertigware. Bei Obstbränden aus eigenem Obst benötigen wir mindestens 400 Kilogramm Rohware. Für kleinere Mengen unterhalb dieser Grenze ist Lohnbrand wirtschaftlich nicht darstellbar – hier sind Sie mit einer Sonderabfüllung aus unserem Stammsortiment besser bedient, die wir individuell etikettieren können.
Konditionen und Preisbildung
Lohnbrand-Konditionen lassen sich nicht pauschal kalkulieren – sie hängen von Brennverfahren, Rohstoffen, Chargengröße, Flaschenform, Etikettierung und Verpackung ab. Tobias Wiedelbach erstellt Ihnen nach dem Erstgespräch ein detailliertes Angebot, das alle Posten transparent ausweist: von der Rohstoffaufbereitung über den Brennvorgang bis zur fertigen Flasche im Versandkarton.
So läuft ein Lohnbrand-Projekt ab
Ein Lohnbrand-Projekt beginnt mit einem unverbindlichen Erstgespräch – per Telefon, E-Mail oder direkt in unserer Manufaktur in Schlitz. Im Gespräch klären wir Ihre Produktidee, das geeignete Brennverfahren, die Mengen, Ihre Vorstellungen zu Flasche und Etikett sowie die zeitliche Planung. Auf dieser Basis erhalten Sie ein detailliertes Angebot.
Sobald Sie den Auftrag erteilen, planen wir Ihre Charge in unsere Produktion ein. Je nach Produkt und Verfahren benötigen wir unterschiedliche Vorlaufzeiten – ein Wodka oder Korn ist in wenigen Wochen abfüllbereit, ein Obstbrand benötigt nach der Destillation eine Reifezeit, ein Whisky reift mehrere Jahre im Fass. Während der Produktion halten wir Sie über den Stand auf dem Laufenden. Am Ende erhalten Sie Ihre fertigen Flaschen palettiert, etikettiert und versandbereit – mit allen rechtlich erforderlichen Begleitdokumenten.
Lohnbrand-Anfrage stellen
Schreiben oder rufen Sie Tobias Wiedelbach an. Wir melden uns innerhalb eines Werktags zurück und besprechen die nächsten Schritte.
Häufige Fragen zum Lohnbrand-Service
Wie groß ist die Mindestmenge für einen Lohnbrand? +
Eine typische Charge umfasst rund 750 Liter Fertigware. Für Edelobstbrände aus eigenem Obst benötigen wir zusätzlich mindestens 400 Kilogramm Rohware – das ist die Untergrenze, ab der eine sortenreine Verarbeitung wirtschaftlich und qualitativ sinnvoll ist. Für kleinere Mengen empfehlen wir eine Sonderabfüllung aus unserem Stammsortiment mit individuellem Etikett.
Welche Spirituosen können Sie im Lohnbrand herstellen? +
Über unsere drei Brennereien decken wir ein breites Spektrum ab: Whisky, Wodka und Korn aus der Getreidebrennerei, Edelobstbrände aller Art aus der Obstbrennerei sowie Liköre, Geiste und Kräuterspirituosen aus der „Hexenküche" (Mazeration und Geist-Destillation). Auch Gin als spezielle Form der Wacholder-Spirituose ist möglich.
Kann ich eigenes Obst aus meinem Garten oder Verein anliefern? +
Ja, sofern Sie die Mindestmenge von 400 Kilogramm Rohware erreichen. Streuobstvereine und Privatpersonen lösen das oft über eine Sammelaktion in der Region. Das Obst muss frei von Fäulnis, Pestizidrückständen über den gesetzlichen Grenzwerten und Fremdkörpern sein. Wir kümmern uns um Zerkleinerung, Maische, Gärung und Destillation.
Wie viel Edelobstbrand ergeben 400 kg Obst? +
Die Ausbeute hängt stark von der Frucht und ihrem Saftgehalt ab. Als grober Richtwert ergeben 400 kg Rohware etwa 30 bis 80 Liter sortenreinen Edelobstbrand. Mirabellen und Birnen liefern in der Regel mehr als Quitten oder Vogelkirschen. Tobias Wiedelbach kann Ihnen für Ihre konkrete Frucht eine genauere Schätzung geben.
Übernehmen Sie Etikettendesign und gesetzliche Pflichtangaben? +
Wir prüfen Ihr Etikett auf Konformität mit allen gesetzlichen Pflichtangaben – Alkoholgehalt, Nennvolumen, Spirituosenkategorie nach EU-Verordnung 2019/787, Allergenkennzeichnung, Loskennzeichnung, Verbraucherinformation. Das Designkonzept und die grafische Gestaltung übernehmen Sie selbst (oder über Ihre Agentur), wir sorgen dafür, dass es rechtlich passt und korrekt aufgebracht wird.
Wie lange dauert ein Lohnbrand-Projekt? +
Die Vorlaufzeit hängt vom Produkt ab. Ein Wodka oder Korn ist nach Auftragserteilung in wenigen Wochen abfüllbereit. Ein Edelobstbrand benötigt nach der Destillation eine Reifezeit, ein Whisky reift mehrere Jahre im Eichenfass. Außerdem hängt der Zeitpunkt von unserer aktuellen Produktionsauslastung ab – am besten besprechen wir das im Erstgespräch konkret.
Was kostet ein Lohnbrand? +
Lohnbrand-Konditionen lassen sich nicht pauschal kalkulieren. Sie hängen vom Brennverfahren, den Rohstoffen, der Chargengröße, der Flaschenform, der Etikettierung und der Verpackung ab. Tobias Wiedelbach erstellt nach dem Erstgespräch ein detailliertes Angebot mit transparenten Einzelposten.
Können Sie auch Bio-Spirituosen im Lohnbrand produzieren? +
Wir sind als Bio-Brennerei zertifiziert (DE-ÖKO-012). Damit Ihre Spirituose das Bio-Siegel tragen darf, muss jedoch die gesamte Lieferkette zertifiziert sein – also auch Ihre Rohstoffe und Etiketten-Aufdrucke. Wir beraten Sie zu den Anforderungen und prüfen, ob Ihr Projekt die Bio-Zertifizierung erhalten kann.
